Energiespartipps für Ihr Zuhause

Prüfen. Energie sparen.

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich im Alltag viel Energie sparen. Unsere Energiespartipps helfen Ihnen, Verbrauch und Kosten zu senken – von Strom über Warmwasser bis zum Heizen.

Wir sind für Sie da!

Praktische Tipps für ein nachhaltiges Zuhause

Energie sparen lohnt sich. Sie senken Ihre Kosten und tun gleichzeitig etwas für die Umwelt. Oft braucht es dafür keine großen Veränderungen, denn schon kleine Gewohnheiten und ein paar gezielte Maßnahmen machen einen spürbaren Unterschied.

Tabelle zum jährlichen Stromverbrauch nach Gebäudeart, Warmwasser, Personenzahl und Effizienzklassen A bis G.

Starten Sie mit Ihrer Stromrechnung

Der wichtigste Schritt kommt zuerst. Schauen Sie sich Ihren Energieverbrauch an, um am besten zu erkennen, wo Potenzial steckt.

  • Nehmen Sie Ihre aktuelle Stromrechnung zur Hand. Dort finden Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch in kWh.

  • Suchen Sie anschließend Ihren Verbrauch in der untenstehenden Tabelle passend zu Ihrer Haushaltsgröße. So sehen Sie auf einen Blick, ob Sie eher im niedrigen, durchschnittlichen oder höheren Bereich liegen.

  • Vergleichen Sie danach den Wert auf Ihrer Rechnung mit den Angaben im Stromspiegel. Das hilft Ihnen, Ihren Verbrauch realistisch einzuordnen und macht es leichter, die nächsten Schritte zu planen.

Stromverbrauch im Haushalt verstehen und sparen

Ein Drei-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus verbraucht durchschnittlich etwa 3.000 kWh Strom pro Jahr. Der Strom wird dabei in verschiedenen Bereichen des Haushalts genutzt – zum Beispiel für Licht, Kühl- und Gefriergeräte, Kochen sowie Spülen. Eine Übersicht über die Verteilung sehen Sie in der ersten Grafik in der Bildergalerie.

Wer seinen Stromverbrauch besser versteht, kann gezielt Energiesparpotenziale erkennen und nutzen. Ein wichtiger Schritt ist dabei der Blick auf die Effizienzklasse von Haushaltsgeräten. Moderne, energieeffiziente Geräte verbrauchen deutlich weniger Strom und helfen so, Kosten zu senken und Ressourcen zu schonen. Mehr dazu zeigt die zweite Grafik in der Bildergalerie, die Sie mit einem Klick nach rechts aufrufen können.

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Tabelle zu Heizenergieverbrauch und Kosten nach Wohnfläche und Energieträger wie Erdgas, Fernwärme oder Wärmepumpe.

Prüfen Sie auch Ihren Wärmeverbrauch

Nicht nur beim Strom, auch beim Heizen steckt oft viel Sparpotenzial. Energieeffizientes Heizen senkt Ihre Kosten deutlich und schont gleichzeitig die Umwelt, weil weniger CO2 ausgestoßen wird. Der erste Schritt besteht auch hier darin, Ihren Verbrauch zu verstehen und zu vergleichen.

  • Nehmen Sie dafür Ihre Heizkostenabrechnung für das vergangene Jahr zur Hand. Dort finden Sie alle Daten, die Sie brauchen.

  • Berechnen Sie Ihre Vergleichswerte: Teilen Sie die Heizkosten oder den Heizenergieverbrauch des gesamten Gebäudes durch die Gebäudefläche. Nutzen Sie einen Durchlauferhitzer oder Boiler? Dann schlagen Sie auf den errechneten Wert 1,50 € beziehungsweise 24 kWh auf.

  • Suchen Sie anschließend in der Tabelle die Wohnfläche Ihres Gebäudes sowie Ihren Energieträger. In dieser Zeile erkennen Sie, wie Ihre Heizkosten und Ihr Verbrauch einzuordnen sind und ob sich gezielte Maßnahmen besonders lohnen.

Tipps zum Energiesparen

Unsere Energiespartipps zeigen, dass auch einfache Maßnahmen mit konsequenter Umsetzung große Wirkung erzielen können. Klicken Sie auf die einzelnen Überschriften und finden Sie die passenden Tipps zu Ihrem Thema.

Heizen und Lüften: Wärme clever nutzen

Lüften Sie mehrmals täglich kurz und kräftig: Fenster ganz öffnen und am besten querlüften, etwa 5 – 10 Minuten reichen meist. Nach dem Duschen oder Kochen zusätzlich kurz lüften und währenddessen die Heizung herunterdrehen. Dauerhaft gekippte Fenster bringen wenig Luftaustausch, kühlen Wände aus und erhöhen die Heizkosten. Im Winter steigt dadurch zusätzlich die Schimmelgefahr.

Passen Sie die Temperatur an die Nutzung der Räume an und senken Sie diese bei Abwesenheit oder nachts ab, denn schon 1 °C weniger spart rund 6 % Heizkosten. Schließen Sie abends Rollläden, Vorhänge oder Fensterläden, damit weniger Wärme verloren geht. Achten Sie darauf, dass Heizkörper freistehen, Möbel oder lange Vorhänge davor können den Heizbedarf spürbar erhöhen.

Elektrische Heizlüfter und Radiatoren sind als Dauerlösung teuer, weil Energie in Wärme umzuwandeln (außer bei Wärmepumpen) wenig effizient ist. Wenn nötig, nutzen Sie diese nur kurz zum schnellen Aufwärmen, aber nicht für den stundenlangen Betrieb. Wenn Heizkörper „gluckern“, lassen Sie diese entlüften und den Anlagendruck prüfen, das verbessert die Heizleistung und spart Energie.

Hocheffizienz- und Wärmepumpe: Strom- und Heizkosten clever senken

In vielen Häusern arbeitet noch eine alte, ungeregelte Heizungspumpe. Diese läuft oft dauerhaft mit voller Leistung, ganz gleich wie warm der Raum ist. Laut Umweltbundesamt können solche Heizungspumpen über 200 kWh Energie im Jahr verursachen (das sind über 60 € jährlich, je nach Strompreis auch deutlich mehr). Eine moderne Hocheffizienzpumpe kommt dagegen häufig mit rund 40 kWh pro Jahr aus (etwa 10 € jährlich).

Wer gleichzeitig über die Installation einer Wärmepumpe nachdenkt, profitiert doppelt: Die neue Pumpe sorgt für einen effizienten Heizkreislauf und die Wärmepumpe selbst nutzt Umweltenergie besonders sparsam, was Heizkosten und CO2-Emissionen deutlich reduziert. So wird das ganze Heizsystem zukunftssicher und energiesparend.

Warmwasser & Duschen: Energie beim Wasser sparen

Ein Sparduschkopf senkt die Durchflussmenge deutlich, oft auf etwa 6 – 9 L pro Minute statt ca. 12 – 15 L bei vielen herkömmlichen Duschköpfen. Durch den Einsatz eines Sparduschkopfes reduzieren Sie Ihren Wasser- und Energieverbrauch um bis zu 50 %, ohne auf Komfort zu verzichten.

Auch die Duschdauer macht viel aus. Als Richtwert zeigt eine Beispielrechnung, dass 11 Minuten Duschen (bei hohem Durchfluss von 16 L pro Minute und warmem Wasser) etwa 6,1 kWh Energie benötigen können, kürzer duschen spart spürbar Energie und Wasser.

Strahlregler am Waschbecken reduzieren die Wassermenge ebenfalls und können so den Verbrauch spürbar senken.

Kühl- und Gefrierschrank: Stromfresser im Blick

Ein Kühl- oder Gefriergerät läuft rund um die Uhr und daher lohnt es sich umso mehr, hier genau hinzuschauen. Moderne Geräte verbrauchen deutlich weniger Energie und sparen so dauerhaft Geld. Wichtig ist außerdem die passende Größe, denn ein zu großes Gerät kühlt bei zu wenig Inhalt im Kühlschrank unnötig viel „Luft“ und kostet Sie jeden Tag Energie.

Achten Sie auch auf die richtige Temperatur. Im Kühlschrank sind 6 – 8 °C ideal, im Gefrierschrank -18 °C. Schon drei Grad kälter als nötig können den Energieverbrauch um rund 10 % erhöhen. Stellen Sie das Gerät außerdem möglichst kühl und schattig auf, nicht in direkte Sonne am Fenster und mit Abstand zu Wärmequellen wie Backofen oder Heizung.

Ein echter Energiefresser ist Eis im Gefrierfach. Bereits wenige cm können den Verbrauch um bis zu 30 % steigern. Deshalb lohnt sich regelmäßiges Abtauen. Öffnen Sie die Türen außerdem nur kurz und prüfen Sie die Dichtungen, defekte Dichtgummis sollten Sie austauschen, damit keine Kälte verloren geht.

Geben Sie nur abgekühlte Speisen in den Kühl- oder Gefrierschrank. Lauwarme Lebensmittel heizen das Innere auf und der Kühlschrank muss stärker arbeiten, dies kann den Energieverbrauch um etwa 20 % erhöhen. Tiefgekühlte Lebensmittel können Sie im Kühlschrank auftauen, das wiederum spart Energie und hilft gleichzeitig beim Kühlen.

Waschmaschine und Trockner: Energie beim Waschen sparen

Kochwäsche ist heute meist nicht nötig. Mit modernen Waschmitteln wird Wäsche auch bei niedrigeren Temperaturen hygienisch sauber. Achten Sie darauf, die Trommel möglichst voll zu beladen (ohne sie zu stopfen), so vermeiden Sie unnötige Waschgänge.

Auch beim Trockner gilt: Starten Sie ihn am besten nur, wenn er gut gefüllt ist, dabei aber die empfohlene Höchstmenge nicht überschreiten. Wenn es möglich ist, im Sommer die Wäsche auf der Leine trocknen, dabei sparen Sie Energie und schonen gleichzeitig die Kleidung. Auf Vorwäsche sowie viele Schon- und Extra-Programme können Sie in der Regel verzichten, denn saubere Ergebnisse bekommen Sie auch mit dem passenden Standardprogramm.

Geschirrspüler: Sparsam spülen mit voller Ladung

Nutzen Sie für den Abwasch am besten die Spülmaschine, das ist hygienisch und in der Regel günstiger als von Hand zu spülen. Beim Spülen per Hand brauchen Sie für die gleiche Menge Geschirr oft etwa doppelt so viel Energie und bis zu viermal so viel Wasser.

Wichtig: Starten Sie die Maschine möglichst voll beladen, denn halbe Ladungen verbrauchen unnötig Energie und Wasser, so können Sie bis zu 20 % der Energiekosten Ihrer Spülmaschine sparen.

Achten Sie hier beim Neukauf unbedingt auf das EU-Energielabel. Dieses gibt Ihnen auf einen Blick Auskunft über die Effizienz des Gerätes.

Kochen und Backen: Energie mit Deckel und Restwärme sparen

Nutzen Sie beim Kochen einen Glasdeckel, dann können Sie den Garvorgang im Blick behalten, ohne den Deckel ständig zu öffnen, das spart bis zu 50 % Energie.

Beim Backen reicht oft Umluft und Sie können in vielen Fällen auf das Vorheizen verzichten.

Nutzen Sie außerdem die wertvolle Restwärme. Schalten Sie die Herdplatte oder den Backofen ein paar Minuten früher aus, denn die gespeicherte Wärme reicht häufig aus, um das Gericht fertig zu garen.

Elektrokleingeräte: Wasserkocher, Toaster und Mikrowelle clever einsetzen

Für kleine Kochtätigkeiten muss nicht immer der Herd oder Backofen laufen. Toaster, Wasserkocher und Mikrowelle sind oft die sparsamere Wahl: Brötchen im Toaster aufzubacken kann bis zu 70 % Energie sparen, Wasser im Wasserkocher zu erhitzen kann bis zu 40 % Energie sparen. Auch kleine Gerichte mit kurzer Garzeit lassen sich in der Mikrowelle besonders effizient zubereiten und häufig reichen dafür schon 600 W, sogar bei Tiefkühlwaren.

Beleuchtung: Licht clever nutzen mit LEDs

Tauschen Sie alte Glühbirnen oder Halogenlampen gegen LED-Lampen aus. LEDs verbrauchen deutlich weniger Energie und halten oft viele Jahre, sodass Sie seltener nachkaufen müssen. Besonders lohnend ist der Wechsel in Räumen, in denen das Licht häufig oder lange eingeschaltet ist, zum Beispiel in der Küche oder dem Wohnzimmer.

Unterhaltungselektronik und Computer: Stand-by vermeiden und Energiesparmodus nutzen

Nutzen Sie bei Unterhaltungselektronik, Computern und Co. konsequent die Energiesparfunktionen. Stellen Sie PC, Laptop und Monitor so ein, dass sich der Bildschirm nach kurzer Zeit dimmt oder ausschaltet und das Gerät in den Ruhemodus wechselt, wenn Sie es nicht nutzen. Grundsätzlich gilt: Laptops und Netbooks brauchen meist weniger Energie als klassische Desktop-PCs und kleinere Bildschirme verbrauchen in der Regel weniger Energie als große Displays.

Auch digital gilt: Weniger Daten bedeutet weniger Energie. Streaming, Surfen oder das Verschicken von E-Mails benötigt Rechenleistung in Rechenzentren, das sehen Sie nicht direkt auf Ihrer Energieabrechnung, wirkt sich aber auf den Energiebedarf insgesamt aus. Wenn möglich, senken Sie die Streaming-Qualität, löschen Sie regelmäßig unnötige E-Mails und Anhänge und überlegen Sie, ob wirklich alles gestreamt werden muss.

Ein besonders einfacher Hebel ist außerdem der Stand-by-Modus. Viele Fernseher, Spielekonsolen, HiFi-Anlagen oder Receiver verbrauchen auch im Stand-by weiter Energie. Schalten Sie Geräte, die Sie nicht brauchen, komplett aus, am einfachsten mit einer schaltbaren Steckerleiste. So können Sie je nach Gerätenutzung bis zu 50 % der Stand-by-Verluste vermeiden.

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