Die Stadtwerke Stuttgart bieten Erdgas und klimaneutrales Biogas.

Jetzt Erdgas- oder Biogas-Tarif berechnen

Reduzierte Mehrwertsteuer gilt  jetzt sparen

Für eine Belieferung mit Erdgas oder eine Beimischung von klimaneutralen Biogas bieten wird den passenden Tarif sowie strenge Qualitätsstandards. Für 2020 garantieren die Stadtwerke stabile Preise für Erdgas und Biogas für Privat- und Gewerbekunden  trotz gestiegener Entgelte für die Durchleitung von Gas im Stuttgarter Netzgebiet.

So schnell und einfach geht der Wechsel zu Biogas oder Erdgas

Für den Wechsel zum Biogas- oder Erdgas-Tarif der Stadtwerke Stuttgart benötigen wir lediglich Ihre Gas-Zählernummer, den Namen des bisherigen Energieversorgers und Ihren ungefähren Jahresverbrauch an Gas. Der Wechsel kostet Sie keinen Cent und keine Anstrengung: Wir kündigen für Sie Ihren bestehenden Versorger und liefern Ihnen zuverlässig neue Energie.

Jetzt Erdgastarif berechnen

Ihre Vorteile

  • innovatives Erdgasprodukt – auf Wunsch mit 10% Anteil an klimaneutralem Biogas
  • mit Biogas gesetzliche Vorgaben bei der Heizungsmodernisierung erfüllen
  • keine Erst- oder Mindestvertragslaufzeit
  • starker Kundenservice und gute Beratung
  • Stabile Preise für Erdgas und Biogas 2020

Unsere Preise für Erdgas und Biogas

Unkompliziert und transparent – die Kosten für unser Erdgas setzen sich aus einem Grundpreis und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis zusammen. Je nachdem wie hoch Ihr Jahresverbrauch ist, werden Sie automatisch einer der folgenden Verbrauchsklassen zugeordnet. Gewerbe- und Privatkunden erhalten den gleichen Preis!

Erdgas
Tarifzone Grundpreis Arbeitspreis
bis 5.000 kWh 114,00 €/Jahr 6,34 Cent/kWh
5.001 - 10.000 kWh 132,00 €/Jahr 6,29 Cent/kWh
10.001 - 50.000 kWh 150,00 €/Jahr 6,24 Cent/kWh
50.001 - 100.000 kWh 162,00 €/Jahr 6,22 Cent/kWh
> 100.000 kWh 180,00 €/Jahr 6,20 Cent/kWh
Erdgas mit 10 Prozent Biogas
Tarifzone Grundpreis Arbeitspreis
bis 5.000 kWh 114,00 €/Jahr 6,74 Cent/kWh
5.001 - 10.000 kWh 132,00 €/Jahr 6,69 Cent/kWh
10.001 - 50.000 kWh 150,00 €/Jahr 6,64 Cent/kWh
50.001 - 100.000 kWh 162,00 €/Jahr 6,62 Cent/kWh
> 100.000 kWh 180,00 €/Jahr 6,60 Cent/kWh
Jetzt Erdgastarif ermitteln

Einführung einer staatlichen Abgabe für CO2-Emissionen bei Erdgas

Deutschland trägt als eine der führenden Industrienationen eine besondere Verantwortung für den weltweiten Klimawandel. Mit dem im Jahr 2019 verabschiedeten Klimaschutzplan 2030, der ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Senkung klimaschädlicher CO2-Emissionen beinhaltet, will die Bundesregierung Deutschlands Klimaschutzziel 2030 erreichen: 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990.
Die Bundesregierung führt dazu u.a. ab 2021 eine CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr ein. Über einen nationalen CO2-Emissionshandel erhält der Ausstoß von Treibhausgasen beim Heizen und Autofahren einen Preis.

Durch die Einführung des CO2-Preises, auch CO2-Abgabe, CO2-Steuer oder CO2-Bepreisung genannt, wird unter anderem Erdgas für Sie teurer. Wir müssen als Energieversorger Ihnen die CO2-Abgabe direkt berechnen und diese als staatliche Abgabe abführen.

Das Energieberatungszentrum Stuttgart berät Privathaushalte rund um das Thema Energieeffizienz bis hin zum Heizungstausch: https://ebz-stuttgart.de/ 

Im Folgenden geben wir Ihnen Antworten auf einige wichtige Fragen zur Einführung des CO2-Preises:

Wie trägt die Einführung des CO2-Preises zum Klimaschutz bei?

Der neue CO2-Preis soll klimaschädliches Heizen und Autofahren in Zukunft teurer machen. So entsteht ein Anreiz, auf klimaschonende Technologien wie Wärmepumpen und Elektromobilität umzusteigen, mehr Energie zu sparen und erneuerbare Energie zu nutzen.

Was regelt das Brennstoffemissionshandelsgesetz, kurz BEHG?

Das BEHG ist die gesetzliche Grundlage für die Einführung eines nationalen Emissionshandels-systems (nEHS) ab 2021. Das BEHG ermöglicht den Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen und sorgt für eine Bepreisung dieser Emissionen, soweit sie nicht vom EU-Emissionshandel erfasst sind. Einbezogen in den nEHS werden grundsätzlich alle auf den Markt gebrachten CO2-Emissionen verursachenden Brennstoffe, insbesondere Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und ab 2023 Kohle.

Ist mein Erdgastarif davon betroffen?

Ja, für alle unsere Erdgastarife müssen Sie ab dem Jahr 2021 einen Preis für die bei der Verbrennung in Ihrer Heizung entstehenden CO2-Emissionen zahlen. Je Kilowattstunde (kWh) Erdgas entstehen etwa 180g CO2. Umgerechnet auf einen Preis von 25 € je Tonne CO2 ergeben sich somit Kosten in Höhe von 0,455 Cent/kWh. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh im Jahr 2021 ergeben sich dadurch Mehrkosten in Höhe von 91 € zuzüglich Mehrwertsteuer. Dieser Betrag wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Die genaue Berechnung der Beträge sowie die Berücksichtigung von Bioerdgas bei den CO2-Emissionen finden sie in vorheriger Frage.

Sie können diesen Betrag, der aufgrund Ihres CO2-Ausstoßes entsteht, senken. Denn dieser ist abhängig von Ihrem Verbrauch: Je weniger Erdgas Sie verbrauchen, desto weniger Kosten entstehen. Ganz einfach geht das zum Beispiel mit richtigem Lüften und Heizen oder einer Heizungsmodernisierung.

Wer nimmt am nationalen Emissionshandel (nEHS) teil?

Unternehmen oder Personen, die mit Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas oder Erdgas heizen oder Auto fahren, müssen nicht selbst am nEHS teilnehmen. Das müssen nur die sogenannten Inverkehrbringer der Brennstoffe, also etwa Gaslieferanten oder Unternehmen der Mineralölwirtschaft, die nach dem Energiesteuergesetz verpflichtet sind, Energiesteuer zu zahlen. Demnach müssen die Stadtwerke Stuttgart ab 2021 für die an Sie verkaufte Menge Erdgas einen CO2-Preis bezahlen. Wir sind verpflichtet, für den Treibhausgas-Ausstoß, den unser Erdgasprodukt bei Ihnen verursacht, Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten zu erwerben. Das geschieht über den neuen nationalen Emissionshandel. Die Kosten für diese Zertifikate berücksichtigen wir künftig in der Preisgestaltung etwa bei unseren Erdgasprodukten. Die Intention des Gesetzgebers ist es, mit der Bepreisung von Brennstoffemissionen emissionsmindernde Verhaltensänderungen zu bewirken. Die höheren Kosten sollen für den gewünschten finanziellen Anreiz zur Emissionsminderung sorgen, da sich Maßnahmen wie z.B. die Investition in Wärmedämmung oder eine effizientere Heizung schneller rechnen.

Wie hoch ist die CO2-Abgabe für das Jahr 2021 und die darauffolgenden Jahre?

Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) startet 2021 mit einem Festpreissystem, das heißt, der Preis pro Tonne CO2 ist fix und vorab festgelegt. Als Erdgaslieferant benötigen wir für jede Tonne CO2, das durch uns verkauftes Erdgas verursacht wird, ein Zertifikat als Verschmutzungsrecht. Dabei steigt der Preis pro Tonne CO2 Jahr für Jahr. Als Energielieferant kaufen wir die Zertifikate zu folgenden Preisen ein:

  • 2021: 25 € pro Tonne CO2

Das entspricht netto 0,455 Cent pro Kilowattstunde Erdgas. Hinzu kommt noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 %.

  • 2022: 30 € pro Tonne CO2
  • 2023: 35 € pro Tonne CO2
  • 2024: 45 € pro Tonne CO2
  • 2025: 55 € pro Tonne CO2
Wie werden die CO2-Kosten pro Kilowattstunde Erdgas berechnet?

Die Umrechnung vom CO2-Preis in Kilowattstunden Erdgas ist in der Berichterstattungsverordnung 2022 (BeV 2022) geregelt. Diese schreibt den Inverkehrbringer von Erdgas vor, wie die Emissionen ermittelt werden müssen. Ganz konkret müssen wir die Emissionen für die in einem Kalenderjahr gelieferte Erdgasmenge durch Multiplikation mit Berechnungsfaktoren ermitteln. Die genaue Methodik und Standardwerte sind in Anlage 1 der BeV 2020 festgelegt.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand eines konkreten Beispiels, das wir auf einen Haushalt heruntergebrochen haben, wie die Kosten pro Kilowattstunde Erdgas ermittelt wird:

  • Wir liefern an Sie im Jahr 2021 die Erdgasmenge von 20.000 kWh.
  • Diese Erdgasmenge multiplizieren wir mit einem Umrechnungsfaktor, dem Heizwert und dem heizwertbezogenen Emissionswert.
  • Diese sind in Anlage 1 der BeV wie folgt festgesetzt:
    • Umrechnungsfaktor: 3,2508 GJ/MWh (1 MWh entspricht 1.000 kWh)
    • Heizwert: 1 GJ/GJ
    • Heizwertbezogenen Emissionswert: 0,056 t CO2/GJ
  • Daraus ergibt sich für Sie folgende CO2-Emission: CO2-Menge= 20 MWh (=20.000 kWh) * 3,2508 GJ/MWh * 1 GJ/GJ * 0,056 t CO2/GJ = 3,64 Tonnen CO2
    Für die so ermittelten CO2-Emissionen müssen wir als Erdgaslieferant die entsprechende Menge Zertifikate einkaufen: 3,64 Tonnen CO2 * 25 € pro Tonne CO2 = 91,02 € netto. Hinzu kommt noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 %.
  • Diese Kosten berechnen wir Ihnen weiter. Pro Kilowattstunde Erdgas ergibt sich für das Jahr 2021 ein Wert von 0,455 Ct/kWh zuzüglich Mehrwertsteuer (91,02 € geteilt durch 20.000 kWh).
  • Die Kosten erhöhen sich, wenn der Zertifikatspreis ab 2022 weiter steigt.  


Bei einem Erdgastarif wie z.B. bei unserem Produkt 100%/10% Biogas, bei dem ganz oder teilweise Biogas geliefert wird, wird dieser Anteil unter bestimmten Voraussetzungen mit Null Tonnen je Kilowattstunde Biogas gewertet. Entsprechend der BeV 2022 Anlage 1 wird die Menge Biogas von der Gesamtmenge abgezogen, da sie mit Null Tonnen CO2 je Kilowattstunde bewertet wird. Wenn Ihr Erdgastarif einen Anteil von 10 % Biogas enthält, verringern sich die Emissionen und die Kosten ebenfalls um 10 %.  

Müssen andere Erdgaslieferanten auch den CO2-Preis zahlen?

Ja, alle Erdgaslieferanten sind dazu verpflichtet, für den Treibhausgas-Ausstoß, den das Erdgas durch das Inverkehrbringen verursacht, Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten zu erwerben. Alle Erdgaskunden sind daher vom CO2-Preis betroffen, unabhängig davon, bei welchem Anbieter sie sind und welchen Tarif sie haben. Dies gilt auch für klimaneutrales Erdgas. Lediglich bei unserem Produkt mit 100 % Biogas fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Warum ist mein Stromtarif von der CO2-Abgabe nicht betroffen?

Anders als im Wärmemarkt und im Verkehr wurden bei der Stromerzeugung frühzeitig Maßnahmen und ergriffen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden seitdem kontinuierlich angepasst. Im Jahr 2019 wird der CO2-Emissionsfaktor für den Strommix in Deutschland auf 401 Gramm pro Kilowattstunde geschätzt. Im Jahr 1990 waren es noch 764 Gramm pro Kilowattstunde. Die CO2-Emissionen nehmen demnach seit dem Jahr 1990 kontinuierlich ab.

Was geschieht mit den Einnahmen aus der CO2-Abgabe?

Der zusätzliche Betrag, den wir über angepasste Preise erheben müssen, geben wir unmittelbar weiter: Die Bundesregierung will die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung in Klimaschutzmaßnahmen – etwa für einen klimafreundlichen Verkehr und energieeffiziente Gebäude  – reinvestieren oder an die Bürger in Form von Entlastungen an anderer Stelle sowie Fördermaßnahmen zurückgeben.

Ist es sinnvoll, auf eine andere Heizungsart oder einen anderen Energieträger umzusteigen?

Mit Erdgas heizen Sie bereits deutlich klimafreundlicher als mit einer Ölheizung, wodurch auch der CO2-Preis je kWh geringer ist. Darüber hinaus ist eine Kombination Ihrer Erdgasheizung mit Solarenergie möglich, um die CO2-Bilanz weiter zu verbessern. Eine Umstellung auf einen anderen Energieträger wie z.B. Holzpellets oder Strom bei Wärmepumpen kann zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen führen. Neben höheren Investitionskosten sind dafür häufig größere bauliche Veränderungen erforderlich, wie z.B. der Einbau einer Fußbodenheizung bei Wärmepumpen oder einem Lager für die Holzpellets. Egal für welche Heizung sich Hausbesitzer entscheiden: Wichtig ist eine gut eingestellte Heizung, mit der Sie effizient und umweltschonend heizen. Dazu berät Sie das Energieberatungszentrum Stuttgart: https://ebz-stuttgart.de/ 

Was kann ich tun, um meinen Erdgas- oder Wärmeverbrauch zu reduzieren?

Wir haben für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Erdgasverbrauch reduzieren können und somit Energiekosten und CO2-Kosten sparen können:

Wärmeverluste müssen nicht sein
Wenn Rollläden und Vorhänge nachts geschlossen sind, verringert das die Wärmeverluste durch
die Fenster. Gedämmte Heizkörpernischen sparen bis zu vier Prozent Heizkosten.

Wärme dort, wo sie gebraucht wird
Verkleidungen vor Heizkörpern verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreiten kann. Auch
lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel sowie am Heizkörper trocknende Handtücher können bis zu 20 Prozent Wärme schlucken.

Richtiges Heizen spart Bares
Manche mögen’s heiß und wundern sich später über hohe Heizkosten: Eine um 1 °C niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizkosten.

Die Wohnung, nicht den Keller heizen
Ist die Heizung außerhalb des Wohnbereichs oder in ungenutzten Räumen, etwa dem Heizungskeller, müssen Heizkessel, Warmwasserbereiter sowie Heizungs- und Warmwasserrohre gedämmt sein. Schließlich soll nur die Wohnung und nicht der Keller warm werden. Rohre können Sie kostengünstig selbst dämmen.

Heizung regelmäßig warten lassen
Lassen Sie die Heizung regelmäßig warten! Ist diese in einem guten Zustand, spart das bis zu vier Prozent Energiekosten. Regelmäßige Wartung erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit. Auch eine Reinigung der Heizkörper zu Beginn der Heizsaison spart bares Geld.

Moderne Heizungsregelung senkt Kosten
Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 °C bis 18 °C, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie. Nutzen Sie die „Nachtabsenkung“ Ihrer Heizungsregelung auch während des Winterurlaubs oder wenn die Wohnung längere Zeit verwaist ist.

Moderne Heizungstechnik zahlt sich aus
Ein moderner Niedertemperatur- oder Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 Prozent weniger Energie aus. Wer dabei auf Erdgas setzt, trägt auch zur Umweltentlastung bei, da Erdgas-Heizkessel in der Regel schadstoffärmer arbeiten.

Das Geld nicht verheizen
Frischluft ist das Nonplusultra für ein gesundes Raumklima. Gekippte Fenster sorgen aber kaum für frische Luft, sondern bloß für hohe Heizkosten. Ein ständig gekipptes Fenster kann Energiekosten von etwa 200 € pro Jahr verursachen.

Richtiges Lüften leicht gemacht
Lüften Sie in der Heizperiode vier Mal täglich für etwa fünf Minuten per Stoßlüftung, d.h. bei ganz geöffneten Fenstern. Nach dem Duschen und Kochen zusätzlich kurz lüften. Während des Lüftens die Thermostatventile an den Heizkörpern abdrehen.


E-Wärme-Gesetz: 10 Prozent Biogas für die eigenen vier Wände

Egal ob zum Heizen, Kochen oder zum Betrieb eines Mini-Blockheizkraftwerks – unser Biogas hat dieselbe Qualität wie Erdgas und erfüllt zudem die Vorgaben des Gesetzgebers bei Heizungsmodernisierungen. Das in Baden-Württemberg geltende Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) verpflichtet Eigentümer von bestehendem Wohnraum zur Nutzung von regenerativen Energien beim Austausch der Heizungsanlage.

Seit dem 1. Juli 2015 müssen beim Heizungsanlagentausch in bestehenden Wohngebäuden 15 Prozent der Wärme durch Erneuerbare Energien gedeckt oder Ersatzmaßnahmen nachgewiesen werden. Die Nutzung von Biogas ist eine Teilerfüllungsoption: Für erdgasbetriebene Brennwertkessel mit bis zu 50 kW Leistung kann die Verwendung von mindestens 10 Prozent Biogas als Erfüllungsoption mit zwei Dritteln angerechnet werden. Die anderen 5 Prozent können durch einen sogenannten Sanierungsfahrplan erbracht werden. Biogas können Sie ganz einfach bei den Stadtwerken Stuttgart beziehen. Gerne beraten wir Sie auch telefonisch unter 0711-34650 3333 (MO bis FR von 8 bis 18 Uhr) oder in unserem Kundencenter im Tagblatt-Turm.


Gutes Klima – Made in Germany.

Unser Biogas kommt nicht aus irgendeiner Mega-Pipeline, sondern von der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG. Sie stellt aus Altpapier Rohpapiere für die Weiterverarbeitung zu Wellpappen und Kartonagen her. Bei der Papieraufbereitung lösen sich aus dem Altpapier Weizenstärke und organische Säuren und reichern sich im Prozesswasser an. Die biogenen Bestandteile der Abwässer werden in Biogas-Reaktoren durch biogasbildende Bakterienstämme zu Rohbiogas veredelt. Im Anschluss wird das Rohbiogas auf Erdgasqualität aufbereitet und als Biogas ins Gasnetz eingespeist. Das Biogas, das die Stadtwerke Stuttgart anbieten, beziehen wir ausschließlich von diesem Lieferanten. So stellen wir sicher, dass zur Gasgewinnung kein Agrarflächen umgenutzt werden und keinerlei genetisch veränderte Nutzpflanzen zum Einsatz kommen.

Die Papierfabrik Palm in Wörth produziert klimaneutrales Biogas für die Stadtwerke Stuttgart.
Papierfabrik Palm in Wörth © Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG

 

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