Auszeichnung für innovative Wärmeversorgung

12.05.2021 -

Lorbeeren für Stuttgarts Stadtwerke-Chef Peter Drausnigg: Bad Nauheimer Kalte-Nahwärme-Projekt gewinnt ZfK-Nachhaltigkeitsaward 

Stuttgart – Die Freude über die Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitspreis des Fachmagazins ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft – ist ihnen ins Gesicht geschrieben: Peter Drausnigg, neuer Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, und Thorsten Reichel, seit April Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, haben am Dienstag (11. Mai) in München den Preis für das Bad Nauheimer Kalte-Nahwärme-Projekt gemeinsam in Empfang genommen. 

Die innovative Wärmeversorgung mit oberflächennaher Geothermie eines gesamten Quartiers mit Smart-City-Ausstattung wurde von Peter Drausnigg in seiner früheren Funktion als Geschäftsführer der Bad Nauheimer Stadtwerke initiiert und umgesetzt. Jetzt erntete er zusammen mit seinem Nachfolger die Lorbeeren für Deutschlands größtes Projekt dieser Art. "Klimaschutz ist machbar. Allein mit der CO2-freien Wärme- und Kälteversorgung von Bad Nauheim Süd werden der Umwelt pro Jahr 750 Tonnen Kohlendioxid erspart", sagt Peter Drausnigg und ergänzt: "Ich bin stolz auf die Stadtwerke Bad Nauheim und freue mich darauf, jetzt ähnlich innovative und für das Gelingen der Energiewende entscheidend wichtige Projekte hier in Stuttgart gemeinsam mit der Stadt und der Bevölkerung angehen zu können." 

Gut 50 Kommunen und Unternehmen aus der Energiewirtschaft hatten innovative Projekte mit Blick auf eine nachhaltige Verbesserung in Sachen Klima und Umwelt eingereicht. Schließlich standen noch 13 Preisträger in fünf Kategorien auf dem Siegertreppchen. In der Kategorie "Energie" konnte das Kalte-Nahwärme-Projekt in Bad Nauheim Süd überzeugen. 

Innovative Wärmeerzeugung
Das Kalte-Nahwärme-Projekt in Bad Nauheim Süd sorgte überregional für Aufmerksamkeit: Deutschlands größter Erdkollektor mit einer 22.000 Quadratmeter großen Kollektorfläche entzieht mithilfe sogenannter Boden-Klima-Tauscher und einer umweltfreundlichen Trägerflüssigkeit dem Erdreich Wärme aus einer Tiefe von eineinhalb und drei Metern. Anschließend wird die Trägerflüssigkeit über eine mehrere Kilometer lange Leitung zu den einzelnen Gebäuden transportiert. Die Stadtwerke Bad Nauheim installierten und betreiben in den Neubauten hocheffiziente Wärmepumpen, welche die Wasservorlauftemperatur von etwa 10 Grad auf 55 Grad für das Trinkwarmwasser sowie auf 35 Grad für die Fußbodenheizung erhöhen. Im Sommer funktioniert dieses System genau umgekehrt: Statt zu heizen, können die Gebäude auf natürliche Weise gekühlt und dadurch auf einen zusätzlichen Einsatz von Klimageräten verzichtet werden.

Wohnkomfort, Klimaschutz und Digitalisierung greifen ineinander
Bis 2050 wollen die Staaten der EU annähernd klimaneutral sein. Der Weg dahin erfordert Innovationen in den einzelnen Sektoren. Stichworte sind hier neben der Energie-, vor allem die Wärme- und Mobilitätswende sowie der Ressourcenschutz. "Das Quartier in Bad Nauheim ist als Smart City gestaltet – so sieht Zukunftswohnen aus", betont Peter Drausnigg und fügt hinzu: "Innovative Versorgungskonzepte wie Kalte Nahwärme, gekoppelt mit Breitband, Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und weiteren Dienstleistungen, schaffen eine Stadt der Zukunft und gleichzeitig einen hochattraktiven Mikrokosmos, der die Wertschöpfungstiefe erhöht. Für mich ist das ein Geschäftsmodell, das die Zukunft von Stadtwerken sichert." Mit innovativen, technologieoffenen Projekten möchte Peter Drausnigg auch in der Landeshauptstadt zu einer modernen energetischen Zukunft beitragen.

Bildunterschrift: Gemeinsam für eine nachhaltige, lebenswerte Energiezukunft: Peter Drausnigg, ehemaliger Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim und neuer Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, und Dr. Thorsten Reichel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, nehmen in München den Nachhaltigkeitspreis entgegen. (Fotos rechts im Download-Bereich: Stadtwerke Bad Nauheim; Bilder zum Abdruck frei)

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