Stadtwerke Stuttgart und BW-Bank starten Pilotprojekt: Erste Solarbank in Stuttgart-Botnang eingeweiht

09.01.2020 -

Das Handy mit Ökostrom aufladen und dabei Kraft tanken: Dazu lädt die erste Solar-Sitzbank in Stuttgart ein. Sie ist Teil eines Pilotprojekts der Stadtwerke Stuttgart und der BW-Bank, das die Nutzung von fünf Solarbänken in Stuttgarter Stadtbezirken testet. Die erste Pilotbank wurde am Donnerstag auf dem Marktplatz von Stuttgart-Botnang von Botnangs Bezirksvorsteherin Mina Smakaj, Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Kieser und Heiko Schultze, Konzernverantwortlicher für Nachhaltigkeit der BW-Bank, eingeweiht.

Der Bezirksbeirat Stuttgart-Botnang ist dem Pilotprojekt von Anfang an aufgeschlossen gewesen. Der Jugendrat Stuttgart-Botnang hatte die Idee vor Monaten in einer seiner Sitzungen geäußert. "Wir sind gespannt darauf, wie gut die erste Solarbank in Stuttgart im Stadtbezirk Stuttgart-Botnang angenommen wird", sagt Bezirksvorsteherin Mina Smakaj.

"Diese Bank ist die erste von fünf geplanten Pilotbänken. Dass in Botnang die erste Solarbank steht, ist kein Zufall. Das Potential für Photovoltaik ist in diesem Stadtbezirk sehr groß", betont Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Kieser. "Die Bank soll Bewohner und Passanten in ihrem Alltag eine Hilfe sein und gleichzeitig die Energiewende sichtbar und erlebbar machen. Bei einer Pause kann man buchstäblich nachverfolgen, wie Ökostrom erzeugt und noch vor Ort genutzt werden kann", fügt Heiko Schultze von der BW-Bank hinzu.

Ökoladestrom und kostenfreies WLAN

Solarzellen in der Sitzfläche versorgen bis zu vier Mobiltelefone gleichzeitig mit Ökostrom sowie mit kostenfreiem WLAN. Anschaffung, Installation und Service übernehmen die Stadtwerke und die BW-Bank. Die Stadtwerke-Tochter Stuttgart Netze kümmert sich um die jährliche Wartung. Die weiteren vier Pilotbänke sollen in enger Absprache mit Bezirksbeiräten und der Landeshauptstadt in Stuttgart aufgestellt werden. 

Die rund 1,85 Meter breite Bank des Pforzheimer Unternehmens messwerk verfügt über drei Solarmodule, die Sonnenlicht in Strom umwandeln und in einer Batterie speichern. Über USB-Anschlüsse können zwei Handys geladen werden, zwei Induktionsfelder starten den Ladevorgang durch bloßes Auflegen bei Handys mit entsprechender Funktion. Der Solarstrom fließt außerdem in eine LED-Beleuchtung unter der Bank, die sich bei Einbruch der Dunkelheit automatisch einschaltet. Damit sich die Sitzfläche im Sommer nicht zu sehr aufheizt, wird sie über eine Lüftung gekühlt; im Winter hingegen ist sie im Sonnenlicht dank der dunklen Oberfläche der Solarzellen wärmer als ihre Umgebung.

Laut Hersteller stehen deutschlandweit bereits etwa hundert Exemplare der "ibench". Sie gelten als pflegeleicht und widerstandsfähig, weshalb bisher noch keine Vandalismusschäden aufgetreten sind. Optional können in die Bänke auch Umweltdaten erfassen, wie beispielsweise Feinstaub und Lärmpegel. Werden die Pilot-Bänke gut angenommen, können sich die Stadtwerke weitere Zusatzfunktionen auch für Stuttgart vorstellen.  

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Bild 01 und 02 zeigt: Vorne von links Mina Smakaj, Bezirksvorsteherin von Botnang, Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amts für Umweltschutz, hinten von links Olaf Kieser, Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart und Heiko Schultze, Konzernverantwortlicher für Nachhaltigkeit der BW-Bank.

Bild 03 zeigt: Von links Olaf Kieser, Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart und Heiko Schultze, Konzernverantwortlicher für Nachhaltigkeit der BW-Bank.

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