Stadtwerke Stuttgart streben bei Strom- und Gasnetzen Kooperation auf Augenhöhe an

27.02.2014 -

Stuttgart – Die Stadtwerke Stuttgart GmbH streben bei den Strom- und Gasnetzen in der Landeshauptstadt eine Kooperation auf Augenhöhe an. Am Montag hatte der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn bekannt gegeben, dass der Unterausschuss Konzessionsvergabe und die Stadtverwaltung auf ein Kooperationsmodell der kommunalen Stadtwerke Stuttgart und des Altkonzessionärs BW Netze GmbH (vormals EnBW Regional AG) setzen. Über diese Empfehlung des Ausschusses wird im März der Gemeinderat entscheiden.

„Wir sind froh, dass das Vergabeverfahren inhaltlich abgeschlossen ist und der Gemeinderat auf dieser Grundlage die Konzessionsentscheidung treffen kann“, sagte am Montag Dr. Michael Maxelon, Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart GmbH. „Wir hatten ein sehr gutes, leistungsfähiges Angebot abgegeben und hätten gerne die Konzession alleine übernommen“, sagte Maxelon. „Trotzdem sind wir auch mit dem Kooperationsmodell zufrieden und wollen es so bald wie möglich mit Leben füllen. Wir streben dabei von Anfang an eine Kooperation auf Augenhöhe an.“

„Für uns ist sehr wichtig, dass es nun einen klaren Entwicklungspfad für die Übernahme der Stuttgarter Strom- und Gasnetze in relativ kurzer Zeit gibt“, sagte Maxelon. Die Kooperation sieht vor, dass die Stadtwerke von Anfang an 74,9 Prozent am Eigentum der Stuttgarter Stromnetze übernehmen. 25,1 Prozent wird der Altkonzessionär BW Netze GmbH halten. Beim Betrieb der Strom- und Gasnetze ist es anders herum: Hier wird die BW Netze GmbH anfangs 74,9 Prozent halten und die Stadtwerke 25,1 Prozent. Nach einer fünfjährigen Übergangsphase übernehmen die Stadtwerke auch in der Betriebsgesellschaft 74,9 Prozent. „Die Stadtwerke haben auch die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Chancen eigener Netze in Stuttgart realisiert werden“, sagte Maxelon. „Das ist im Interesse der Stuttgarter Bürger und der Stadt Stuttgart. Der Netzbetrieb öffnet auch neue, spannende Perspektiven für die Energiewende.“ Nach der finalen Entscheidung des Gemeinderats wolle man zügig in eine konstruktive Zusammenarbeit mit der BW Netze GmbH einsteigen und die Umsetzung der Kooperation vorantreibe.  „Da liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagte Maxelon.

Die etwa 400 Mitarbeiter der BW Netze GmbH, die bisher den Betrieb der Stuttgarter Stromnetze in bester Weise sicherstellten, seien auch im künftigen, kooperativen Betriebsunternehmen willkommen, betonte Maxelon: „Wir brauchen diese Mitarbeiter mit ihrem Fachwissen auch künftig und werden sie mit offenen Armen aufnehmen.“

Weitere Informationen zur Konzessionsentscheidung finden Sie hier.

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